„Russenkorso“-Organisatorin zu Geldstrafe verurteilt

Sie hieß den russischen Angriffskrieg gut – jetzt wurde die prorussische Aktivistin Elena Kolbasnikova vom Kölner Amtsgericht dafür verurteilt.

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Die prorussische Aktivistin Elena Kolbasnikova, die als Organisatorin der sogenannten „Russenkorsos“ bekannt wurde, ist vom Kölner Amtsgericht wegen Billigung von Straftaten zu 30 Tagessätzen à 30 Euro verurteilt worden. Zusätzlich muss sie die Kosten des Verfahrens tragen. Die Staatsanwaltschaft forderte 70 Tagessätze à 30 Euro plus die Übernahme der Verfahrenskosten. Ihre Verteidigung plädierte auf Freispruch.

Kolbasnikova wurde in der Anklage vorgeworfen, im Mai 2022 im Rahmen einer prorussischen Demonstration dem Fernsehsender „BILD TV“ ein Interview gegeben zu haben, in dem sie den russischen Angriffskrieg billigte. Dort behauptete sie: „Russland ist kein Aggressor. Russland hilft zurzeit, den Krieg in der Ukraine zu beenden“. Damit habe sie in einer Weise, die den öffentlichen Frieden stören könne, bei einer Versammlung ein Verbrechen gebilligt, so das Amtsgericht in einer Pressemitteilung vor dem Prozess.

Kolbasnikova gilt als einer der Köpfe der prorussischen Proteste in Deutschland und arbeitete in diesem Zusammenhang auch mit rechtsextremen Politikern zusammen.

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