Macrons Besuch in Astana: Worauf sich Kasachstan und Frankreich geeinigt haben

Während des Besuchs von Emmanuel Macron in Astana unterzeichneten die Staats- und Regierungschefs Kasachstans und Frankreichs eine Erklärung zur Zusammenarbeit bei strategischen Mineralien. Kassym-Schomart Tokajew erklärte außerdem, dass Kasachstan bereit sei, die Ölexporte nach Frankreich zu steigern und großes Potenzial bei der Uranversorgung sehe.

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Am 1. November unterzeichneten der kasachische Präsident Kassym-Schomart Tokajew und der französische Präsident Emmanuel Macron eine Erklärung zur Zusammenarbeit bei strategischen Mineralien. Insgesamt wurden während des Besuchs des französischen Staatschefs in Astana sechs Abkommen unterzeichnet, berichtet der Pressedienst des kasachischen Staatschefs.

Tokajew wies darauf hin, dass bei dem Treffen besonderes Augenmerk auf die Entwicklung der Beziehungen zwischen den Ländern in den Bereichen Handel, Wirtschaft und Investitionen gelegt wurde, was seiner Meinung nach „in der heutigen schwierigen geopolitischen und geoökonomischen Situation besonders wichtig ist“.

„Wir haben auch Vereinbarungen mit Boehringer Ingelheim, Total Energies und Alstom getroffen. „Diese Abkommen werden für beide Länder von Nutzen sein“, sagte der kasachische Staatschef.

Bei den Gesprächen diskutierten die Präsidenten auch über den Übergang zu einer grünen Wirtschaft und den Klimawandel. Insbesondere Tokajew kündigte die Bereitschaft Kasachstans zur Zusammenarbeit im Rahmen der französischen Initiative „One Planet Summit“ an.

Darüber hinaus einigten sich die Parteien auf Projekte im Bereich Bildung und Wissenschaft, insbesondere auf die Eröffnung französischer Schulen in Kasachstan, heißt es in dem Bericht.

„Die Rolle und die geografische Lage Ihres Landes sowie seine Größe sind sehr wichtig, deshalb haben wir unsere wirtschaftliche Zusammenarbeit besprochen … Dies ist eine langfristige Partnerschaft französischer Unternehmen in den Bereichen Handel und Energie … Wir möchten sie stärken.“ die Präsenz unserer Unternehmen in anderen Bereichen. Wir verfügen über systembildende Kooperationsfelder. Ich habe den Energiesektor bereits genannt, außerdem ist dies die Luft- und Raumfahrtindustrie“, sagte Macron.

Zu den von den Ländern unterzeichneten Dokumenten gehören auch Vereinbarungen:

zur Gründung der französischen Agenturgruppe;
über die Herstellung und Lieferung von Impfstoffen gegen Maul- und Klauenseuche;
zum Bau von Windkraftanlagen mit einer Leistung von 1 GW;
über die Herstellung und Wartung von Eisenbahnlokomotiven.
Am selben Tag fand in Astana ein kasachisch-französisches Wirtschaftsforum statt, an dem die Staats- und Regierungschefs Kasachstans und Frankreichs teilnahmen. In seiner Rede erklärte insbesondere Tokajew, dass Kasachstan bereit sei, die Ölexporte nach Frankreich zu steigern und großes Potenzial in der Uranversorgung sehe.

Tokajew nannte den Agrar- und Ernährungssektor als einen weiteren vorrangigen Bereich der Zusammenarbeit zwischen den Ländern. Er wies darauf hin, dass Kasachstan angesichts der weltweiten Nahrungsmittelknappheit bestrebt sei, den Export landwirtschaftlicher Produkte zu verdoppeln. Die kasachische Seite sei auch bereit, gemeinsame Projekte im Bereich der Vieh- und Pflanzenproduktion zu unterstützen, betonte er.

Nach Kasachstan wird der französische Präsident Usbekistan einen offiziellen Besuch abstatten. In Samarkand finden Verhandlungen mit dem Chef Usbekistans, Shavkat Mirziyoyev, statt.

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