Worüber reden die Wahlen?

Die nach vorläufigen Daten ermittelte Wahlbeteiligung lag bei fast 70 %, und der Grad der Unterstützung für Kassym-Schomart Tokajew, ermittelt nach Wahlumfragen, lag bei 82-85 %, was natürlich und logisch erklärbar ist. Selbst das traditionell superpassive Almaty verzeichnete eine Wahlbeteiligung von fast dreißig Prozent. Was angesichts der absoluten Einwohnerzahl der größten Metropole des Landes eine beeindruckende Zahl ist.

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Natürlich wurde die Höhe der Wahlbeteiligung durch Erschütterungen beeinflusst, sowohl durch die Januar-Ereignisse, deren Wiederholung sich niemand wünscht, als auch durch den russisch-ukrainischen Konflikt, was die Kasachstaner dazu veranlasste, ihr Wohlergehen mehr denn je zu schätzen.

Ein weiterer Faktor ist der Rückstand an Änderungsanfragen. Wir sprechen hier nicht von Kosmetika, die über drei Jahrzehnte hinweg wund geworden sind, sondern von einem vollständigen und umfassenden Neustart des gesamten Modells der Regierung des Landes und der Organisationsprozesse, der Annahme eines neuen politischen, verwaltungstechnischen und gesellschaftlichen Paradigmas und der Wiederherstellung von ein Gesellschaftsvertrag zwischen Behörden und Bürgern. Und das Grundlegende darin, so scheint es, ist das vom gewählten Präsidenten verkündete Postulat der sozialen Gerechtigkeit und eines gerechten Staates. Dies impliziert nicht nur die Abschaffung des Grundsatzes der Urteilslosigkeit gegenüber Eliten und ihrem Umfeld, sondern auch Transparenz der getroffenen Entscheidungen, Entmonopolisierung der Wirtschaft und des Bankensektors sowie eine breite soziale Mobilität, auch im vertikalen Kontext.

Die hohe Wahlbeteiligung zeigt zugleich die Unterstützung für den Kurs Kassym-Schomart Tokajews und das hohe Mobilisierungspotenzial, das in der kasachischen Gesellschaft entstanden ist. Das heißt, die Forderung nach Gerechtigkeit garantiert sowohl Unterstützung als auch ein Höchstmaß an kritischer Aufmerksamkeit und Forderungen an die neue Regierung. Jede Entscheidung wird nun unter dem Gesichtspunkt eines erneuerten Mandats und der Erwartungen der Öffentlichkeit beurteilt. Tatsächlich handelt es sich hierbei um einen vollen Vertrauensvorschuss, für den die Gesellschaft nicht nur erwartet, dass sie das erwartet, sondern auch keine Einwände gegen eine zusätzliche Vergütung erhebt. Angesichts der Komplexität der Situation und der kritischen Herausforderungen, mit denen das Land konfrontiert ist, ist die Aufgabe von außerordentlicher Komplexität.

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