Blitzschlag: 14 Tote bei Waldbränden in Kasachstan

Vierzehn Menschen sind bei Waldbränden im Nordosten Kasachstans ums Leben gekommen - die riesigen Brände wurden durch einen Blitz ausgelöst. Präsident Kassym-Jomart Tokajew jat Staatstrauer für die Ex-Sowjetrepublik angeordnet.

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Es ist die höchste Opferzahl seit Jahren in dem zentralasiatischen Land. Laut Katastrophenschutzministerium wurden über 300 Menschen evakuiert, die Situation sei aber unter Kontrolle. Hohe Temperaturen und die wechselnde Windrichtungen behinderten die Löscharbeiten.

Der Minister für Notstandssituationen wurde am Samstag vom kasachischen Präsidenten entlassen, es wurde Staatstrauer angeordnet. Die riesigen Brände wurden durch einen Blitzschlag ausgelöst, so die Behörden der Ex-Sowjetrepublik.

Waldbrände verursachen Rekord-Emissionen
Ob Spanien, Kanada oder Kasachstan: In diesem Frühjahr ist die Nordhalbkugel außergewöhnlich stark von Waldbränden betroffen. Das führt in einzelnen Regionen zu Rekord-Emissionen, so der EU-Atmosphärendienst CAMS (Copernicus Atmosphere Monitoring Service). In mehreren Regionen wurden demnach Rekordemissionen verzeichnet.

Überdurchschnittlich heftig waren Feuer in Kanada, Kasachstan, der Mongolei und einigen angrenzenden Regionen Russlands.

Der bisherige Emissionsrekord für diese Region lag im Mai bisher bei zwei Megatonnen – in diesem Jahr wurde er um mehr als das Zehnfache (23 Megatonnen) übertroffen. Rekordwerte bei den Brandemissionen wurden auch in den Provinzen Britisch-Kolumbien, den Nordwest-Territorien und Nova Scotia erreicht.

Der Atmosphärenüberwachungsdienst ist eine von mehreren Komponenten des Copernicus-Programms der Europäischen Union. Es stellt unter anderem aus Satellitenbildern gewonnene Daten zu den Bereichen Atmosphäre, Meere, Land, Klimawandel, Sicherheit und Energie zur Verfügung.

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