Die Toı als wichtiger Wirtschaftsfaktor in Kasachstan

Die Toı, das ist in den zentralasiatischen Ländern ein oft üppiges Familienfest mit vielen Gästen, Tanz und Spielen. Es ist eine kostspielige Angelegenheit, dessen Prunk zunehmend in die Kritik gerät. Doch die Anthropologinnen Dinara Abildinova und Zarina Adambýsinova, die die Toı-Industrie untersucht haben, warnen davor, Toıs als sinnlose Verschwendung zu betrachten. Wie sie in ihrem Beitrag für Vlast.kz erklären, bieten die Festlichkeiten für lokale Einwohner wichtige wirtschaftliche und soziale Gelegenheiten.

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Nach modernem Verständnis umfasst der kasachische Begriff Toı nicht nur die Feier aller wichtigen Lebensetappen eines Menschen (die Geburt, erste Schritte, der Schuleintritt, die Hochzeit), sondern auch runde Geburtstage und weitere Anlässe. Sicherlich haben alle Kasachstaner schon einmal an einer solchen Feier teilgenommen oder selbst eine ausgerichtet.

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In jüngster Zeit unterliegen solche Feierlichkeiten – insbesondere Hochzeiten – wegen ihres Umfangs und ihrer enormen, manchmal unerschwinglichen Kosten in Kasachstan starker gesellschaftlicher Kritik. Aufwendige Hochzeiten auf Kredit, Feiern für mehr als 100 Personen in palastartigen Restaurants, Mietlimousinen, Unterhaltungsevents mit Showelementen (z. B. Geld wie Kamellen aus einem Hubschrauber werfen) und einem Heer von Kameraleuten und Fotografen – so in etwa könnte man eine durchschnittliche kasachstanische Toı beschreiben. Aber was steckt dahinter?

Ein wichtiger Wirtschaftszweig
Die Toı ist ein ganzer Wirtschaftszweig, mit dem gewöhnliche Menschen ihren Lebensunterhalt verdienen, ob als Haupteinkommen oder als Nebenjob. Außerhalb der Großstädte ist die Toı-Industrie Teil der informellen, inoffiziellen Wirtschaft. Für diesen Artikel haben wir Kleinstädte in zwei Gebieten im Süden Kasachstans besucht: Jetysú (mit einer Bevölkerung von 698.700) und Jambyl (mit einer Bevölkerung von 1.216.236).

Beides sind vor allem landwirtschaftliche Gebiete (in Jambyl gibt es auch eine bedeutende chemische Industrie), aber dieser Wirtschaftsbereich ist nicht für alle Einwohner zugänglich. Laut einer von Forbes.kz erstellten Rangliste der Wettbewerbsfähigkeit der Gebiete Kasachstans weisen beide Landesteile einen hohen Anteil an Selbstständigen auf. Außerdem sind die größten Orte in diesen Gebieten nach den Verwaltungszentren (Taraz und Taldyqorǵan) monoindustrielle Städte mit nur teilweise funktionierender Industrie und chronischer Arbeitslosigkeit: Jańatas und Qarataý in Jambyl und Tekeli in Jetysú. Für dort lebende Arbeitslose und Menschen mit geringem Einkommen bieten Toıs eine Möglichkeit, ihre Familien zu ernähren und unter Marktbedingungen über die Runden zu kommen.

Während unserer Feldforschung in Jetysú hatten einige Tamadas (ein aus dem georgischen stammender Begriff für Zeremonienmeister auf Toıs, Anm. d. Ü.) Angst, Interviews zu geben, da sie befürchteten, wir seien vom Finanzamt. In den meisten Fällen ist der Beruf des Tamada für Einheimische ein Nebenberuf, etwa bei einer Hauptbeschäftigung im öffentlichen Dienst oder in anderen staatlichen Einrichtungen. Viele Tamadas sind nicht als Freiberufler gemeldet. Das gilt übrigens auch für andere lokale Geschäftsleute, die in der Toı-Branche tätig sind.

Die Toı als Kreditsystem
Überraschenderweise stellen Toıs in einigen Fällen im Gebiet Jambyl eine informelle Form der Kreditaufnahme und -vergabe dar. Eine unserer Ansprechpartnerinnen erzählte, dass man immer eine Toı organisieren kann, wenn dringende Reparaturen im Haus notwendig sind oder andere finanzielle Nöte bestehen. Ein weiterer finanzierte mit einer Toı die Fertigstellung seines Hauses: „Ich mache eine Toı, zahle [die Kosten] zurück und baue das Haus fertig.“

Eine Toı für 150–450 Personen (unbedingt mit Gästen aus den Großstädten) kostet den Veranstalter in einer mittleren Stadt mit ca. 25.000 Einwohnern ca. 1–1,5 Millionen Tenge (etwa 2000–3000 Euro). Die meisten lokalen Dienstleistungen können dabei auf Kredit/Schuldenbasis nach mündlicher Vereinbarung bestellt werden. Mit dem Beitrag der Gäste kann der Veranstalter mit einer Toı ca. 2 Millionen Tenge einnehmen (4000 Euro), womit er nicht nur für alle für das Fest vorgestreckten Leistungen auf einmal aufkommen kann, sondern sogar einen kleinen Gewinn erzielt. Entsprechend der Logik der „Geschenkökonomie“ (in Anlehnung an die amerikanische Anthropologin Cynthia Werner) gibt es eine ungeschriebene Regel: Man kann nicht weniger zurückzahlen als den Betrag, der einem einmal geschenkt wurde.

„Nimm für die Toj keinen Kredit auf!“ – Auch in Kirgistan ist Verschuldung im Kontext von Festlichkeiten nicht unumstritten

Florian Coppenrath

Im Gebiet Jetysú hingegen bringt eine Toı nicht immer zusätzliche Einnahmen. In seltenen Fällen reicht der eingenommene Betrag, um alle Kosten zu decken. In beiden Regionen sind Toıs jedoch nicht nur eine Pflicht der Eltern gegenüber ihren Kindern, sondern auch eine Gelegenheit, „Geschenktes“ zurückzugeben. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Erzielung eines Gewinns oder die Deckung der Kosten bei einer Toı sind die sozialen Kreise des Veranstalters und seine aktive Teilnahme (mit Geldbeträgen) an anderen Toıs.

Eine Einwohnerin von Jańatas erklärt dieses Prinzip wie folgt: „Für uns Kasachen ist ein Toı ein Qazyna (Schatz). Wenn du viele besuchst, dann erhältst Du auch die Kosten für deine Toı zurück. Immer. Aber es gibt wahrscheinlich auch Menschen, die weniger soziale Kontakte unterhalten. Uns ist dergleichen aber nie passiert: Wir haben immer so viel Geld zurückerhalten, wie wir ausgegeben haben.“

Zu diesem Zweck trägt in der Region Jambyl bei jeder Feier normalerweise jemand aus der Verwandtschaft der einladenden Partei alle erhaltenen Gelder und die Namen der Gäste in ein spezielles Notizbuch ein. In einigen Fällen werden die Namen auf die Geschenkumschläge geschrieben. Die „Geschenke“ wirken in diesem Zusammenhang wie zinslose Darlehen, die jedoch mit einer moralischen Verpflichtung zur Rückzahlung verbunden sind. Eine Ausnahme von diesem System sind Geldgeschenke zwischen Eltern und Kindern, die meist nicht einer Logik des Schuldenerlasses folgen.

Eine informelle Institution
Es ist daher von Bedeutung, dass die Toı außerhalb der Großstädte eine Form des sozialen Austauschs, der Kommunikation, Unterhaltung und Freizeitgestaltung darstellt, auch in den monoindustriellen Orten. „Es gibt keine Vergnügungsstätten oder Zentren, in denen man sitzen und tanzen kann, vor allem nicht für junge Leute“, sagt einer unserer Gesprächspartner aus Jańatas. Bei einer Toı tauschen die Menschen Neuigkeiten aus, machen neue Bekanntschaften und pflegen ihre informellen sozialen Bindungen zu Verwandten, erweiterten Familienmitgliedern und der Gemeinschaft.

Wenn wir die kasachische Toı vom Gesichtspunkt der neuen Institutionenökonomik aus betrachten, sehen wir eine Verflechtung von formellen und informellen Institutionen. Zu informellen (oder sozialen) Institutionen zählen im Toı-Kontext Traditionen, Bräuche und Praktiken der informellen Wirtschaft. Die Verfassung, Verträge, verschiedene Formen staatlicher Regulierung können als formale Institutionen verstanden werden. Deren Wandel, der mit der Entwicklung der Marktwirtschaft in den 2000er Jahren einherging, hat sich sicherlich auch auf lokaler Ebene niedergeschlagen, nämlich in der Veränderung informeller Institutionen.

Nach dem ersten wirtschaftlichen Aufschwung des Landes hat sich zum Beispiel etabliert, dass Toıs in Restaurants gefeiert werden. Früher fanden Familienfeiern in der Regel im häuslichen Rahmen statt, z. B. in organisierten Festzelten auf privaten Höfen, in Schulkantinen und Aulen.

Bei einem Interview erinnert sich Anel aus Jańatas an ihre Hochzeitsfeier in einem solchen Stil: „Wir kamen mit einem Schiguli zum Standesamt, damals gab es noch keine Limousinen. Ein oder zwei Schiguli-Autos – und das war’s! Nur das Brautpaar kam mit dem Auto, der Rest der Gäste kam zu Fuß. Die Hochzeit wurde im Innenhof des Hauses gefeiert, wir hatten drei lange Tische.“

Neue Entwicklungen in der Gesamtwirtschaft beeinflussten sowohl die Form als auch den Umfang der Geschenke, wobei „Teppiche“ buchstäblich durch anständige Beträge in Briefumschlägen ersetzt wurden. Darüber hinaus hat die Tradition der Zahlung des Qalym (der Brautpreis), die früher ausschließlich mit Nutztieren erfolgte, auch eine monetäre Form angenommen – in einigen Fällen wird das Qalym sogar nur in Dollar akzeptiert.

Jede Region in Kasachstan hat ihre eigenen ungeschriebenen Normen bezüglich der Größe von Qalym und Geschenken. Eine Informantin aus der Region Jetysú erzählte uns zum Beispiel: „In unserer Region entspricht das Qalym dem Preis für ein Pferd. Wenn das Brautpaar aus demselben Dorf kommt, kann es in Form eines Pferdes bezahlt werden. Wenn die Heiratsvermittler von weit herkommen, zahlen sie in der Regel mit Geld. Aber wir sagen immer, dass unser Preis dem Preis eines Pferdes entspricht“.

Nach Ansicht der Einheimischen ist die Verwendung einer solchen Maßeinheit für die Zahlung des Brautpreises angesichts der Inflation vorteilhaft. Andererseits kann ein Haushalt auch den Preis an seinen Geldbeutel anpassen, da die Kosten für Pferde je nach Alter und Rasse variieren. Die Höhe der Geldgeschenke in der Region Jambyl hängt vom Status und dem Verwandtschaftsgrad des Gastes ab: Für enge Verwandte können die Beträge ab 40 Tausend, für entfernte Verwandte ab 20 Tausend, und für Kollegen und Freunde ab 5 Tausend betragen (je ca. 80, 40 und 10 Euro).

Neue Traditionen
Eine weitere große Neuerung war die Popularisierung und Durchführung von Brautverabschiedungen, auf Kasachisch Uzatý-Toı, als festliche Zeremonie in Restaurants und manchmal als Haupthochzeit. Gegen Ende des Zusammenbruchs der Sowjetunion und während der gesamten 1990er Jahre waren Hochzeiten nach dem Brauch der Brautentführung (Alyp qashý) beliebt, und die Braut wurde nur selten im Haus ihrer Eltern verabschiedet. Mit der allmählichen Verbesserung der wirtschaftlichen Lage wurde es für die Menschen wichtig, ihren sozioökonomischen Status zu zeigen. In dem Kontext wurde die Heirat von Töchtern durch Entführung und ohne Uzatý-Toı als klares Zeichen der finanziellen Zahlungsunfähigkeit der Brauteltern angesehen. Heute wird die Bedeutung einer Hochzeit durch Uzatý-Toı von vielen Eltern und als Ausdruck der Gleichheit zwischen zukünftigen Verwandten stark unterstützt.

Die Diskussion über das Phänomen der modernen kasachischen Toı beinhaltet oft auch eine Diskussion über die Wiederbelebung alter und vergessener kasachischer Traditionen. Gewöhnlich interpretieren Menschen, die bestimmte Rituale praktizieren, diese als eine Rückkehr zu ihren Ursprüngen. Unsere Beobachtungen zeigen jedoch, dass viele dieser Trends und Innovationen von den Akteuren in der Toı-Industrie selbst geschaffen und sogar gesetzt werden.

So ist es zum Beispiel bei der Uzatý-Toı in Toıhanas (Restaurants, in denen vor allem große Festanlässe wie Toıs abgehalten werden, Anm. d. Ü.) üblich, dass die Braut vor Mitternacht abgeholt wird. Diese Regel wurde von den Inhabern von Toıhanas aufgestellt, denn in der Toı-Saison (Sommer und Herbst) muss das Restaurant rechtzeitig für Feiern vorbereitet werden, die am Folgetag tagsüber abgehalten werden, etwa Kinderfeste oder Trauerfeiern. Während der Uzatý-Toı war es früher üblich, dass die Braut unter einem Shańyrak-Modell (dem zentralen Teil eines Jurtendachs, Anm. d. Ü) hinausging. Heutzutage wird dieses Ritual von einer eigenen Tanzgruppe durchgeführt. Auch das traditionelle Abschiedslied Syńsú wird von professionellen Sängern vorgetragen. All diese Beispiele verweisen auf die Existenz und weitere Diversifizierung von verschiedenen Berufsbildern innerhalb der Toı-Industie.

Die Toıhana ist ein eigenständiges Phänomen der Toı-Branche. Es handelt sich dabei nicht um ein Restaurant im klassischen Sinne, in dem man jederzeit mit seiner Familie und seinen Freunden bei Essen und Musik Zeit verbringen kann. Ein Toıhana ist eine Einrichtung, die sich auf die Organisation von Familienfeiern von A bis Z spezialisiert hat und eine breite Palette von Dienstleistungen anbietet. Als einflussreichster Akteur in der Toı-Branche ist die Toıhana nicht nur ein wichtiger Arbeitgeber für die örtliche Gemeinschaft, sondern kann auch die „Regeln“ und Trends für die örtlichen Feierlichkeiten, einschließlich des Festtagsmenüs, vorgeben. In einigen Gegenden des Gebiets Jambyl gehören zum Beispiel folgende Gerichte unbedingt auf den Festtisch: Beshbarmak, Sorpa, Kymyz, Shubat, Manty und manchmal Plov – der wird aber am häufigsten während der Totenwache serviert. Die obligatorischen Bestandteile des Menüs variieren von Region zu Region.

Heute kann man die Toıhana in verschiedenen Formen und Größenordnungen in allen Regionen des Landes finden, auch im ländlichen Hinterland. In der geografisch isolierten Monostadt Jańatas oder dem Grenzdorf Qordaı mit jeweils 25.000 Einwohnern gibt es mehr als drei große Toıhanas. Im Stadtteilzentrum von Saryózek (12.000 Einwohner) gibt es 12 offiziell registrierte Restaurants, von denen sieben ausschließlich als Toıhanas betrieben werden. In einigen Fällen werden solche Festsäle von Grund auf neu gebaut, in anderen sind sie in ehemaligen sowjetischen Verwaltungs- und öffentlichen Gebäuden untergebracht.

Demonstrativer Konsum
Zu den Hauptakteuren im Toı-Gewerbe gehören auch der Tamada, Sänger, Musiker und Tanzgruppen, Fotografen und Videofilmer, Friseure & Visagisten, der Textilhandel und Limousinenvermieter. Jede Art von Unternehmen bietet eine breite Palette von Zusatzangeboten. Eine Näherei spezialisiert sich beispielsweise nicht nur auf das Nähen und Vermieten von Frauenkleidern für die Braut, die Gäste und die Tänzerinnen, sondern auch auf die Anfertigung der gesamten Mitgift der Braut in Form von Decken, Kissen, Bettüberwürfen und vielem mehr. Zu den Dienstleistungen von Fotografen gehören nicht nur die Foto- und Videodokumentation der gesamten Zeremonie, einschließlich „Lovestory“-Videos, sondern auch die Gestaltung und der Druck von einzigartigen Einladungen, Bannern, Luftballons mit Aufdrucken, Umschlägen für Geldgeschenke und Pappschachteln für Tee, Süßigkeiten und andere Geschenke für die Gäste. Limousinen können in der nächstgelegenen Großstadt (Shymkent, Taraz) gemietet werden, aber seit kurzem gibt es diese Möglichkeit auch in kleineren Städten.

Einige unserer Gesprächspartner aus der Region Jambyl gaben an, dass die Veranstalter von Toıs versuchen, sich von anderen zu unterscheiden und Neuerungen einzuführen, z. B. teure Geschenke für alle Gäste und für die Teilnahme an Wettbewerben, getrennte Geschenke für ältere Gäste und Kinder, ungewöhnliche Showelemente und Wow-Effekte. Die letzten Details werden oft mit den Besitzern der Toıhanas diskutiert. Im Allgemeinen hängen der Umfang der Feier, die Vielfalt der Geschenke für die Gäste und andere Annehmlichkeiten von dem gewählten Paket ab, das von einigen lokalen Geschäftsleuten als „VIP-Klasse“ oder „Economy-Klasse“ bezeichnet wird. Wohlhabendere Haushalte stoßen in den Verwaltungszentren Taldyqorǵan und Taraz an, während sich die angesehensten Bewohner der Region eine Toı in Almaty oder Shymkent leisten können.

In marktwirtschaftlichen Verhältnissen beginnt man, Toıs als eine Praxis des demonstrativen Konsums wahrzunehmen. Charakteristisch dafür ist der gegenseitige Austausch von Geschenken und die Umwandlung von Geschenken in Geldform. Im ländlichen Kontext ist die Toı-Industrie kein blinder Traditionsglaube und kein Versuch, alte Bräuche wiederzubeleben. Schon gar nicht bedeutet sie – entgegen der öffentlichen Wahrnehmung – leichtsinnige Geldverschwendung.

Im Gegenteil, sie ist ein Beispiel dafür, wie sich die Bewohner der Regionen an die weitreichenden wirtschaftlichen Veränderungen anpassen. Das erfolgreiche Funktionieren der Toı-Industrie erzählt uns viel über die schwierige Gegenwart, nämlich die chronische Arbeitslosigkeit außerhalb der urbanen Zentren, die unterentwickelte Infrastruktur und darüber, wie die einfachen Menschen vor Ort versuchen, in der harten Realität des Kapitalismus zu überleben, indem sie bei ihren täglichen Entscheidungen Rationalität und Kalkül an den Tag legen.

Dinara Abildinova und Zarina Adambýsinova
Vlast.kz

Aus dem Russischen von Florian Coppenrath

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