NATO-Admiral: Die NATO ist bereit für einen Krieg mit Russland

Ein führender NATO-Admiral hat offen von einem Krieg mit Russland gesprochen. Auch Richtung China fand er deutliche Worte. Die deutschen Medien berichten darüber wieder einmal… nichts.

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Der niederländische NATO-Admiral Rob Bauer, einer der führenden Admiräle der NATO, hat sich zu Wort gemeldet. In deutschen Medien gab es danach ziemlich einhellige Schlagzeilen, die alle ungefähr die gleichen Formulierungen enthielten:

„Goliath wankt“

Admiral Bauer hat verkündet, dass Russland in der Ukraine Probleme habe und dass der „David“ Ukraine dabei sei, den „Goliath“ Russland ins Wanken zu bringen. Das haben viele deutsche Medien auch sofort in die Überschriften ihrer Artikel geschrieben, weil es so schön klingt.

Ich will das nicht kommentieren, denn viel interessanter ist, was die deutschen Medien alles nicht über Rob Bauers Aussagen gemeldet haben, was die deutschen Leser also nicht wissen sollen.

„NATO bereit für direkte Konfrontation mit Russland“
Bauer hat der portugiesischen Sendeanstalt RTP ein Interview gegeben, in dem er gesagt hat, die NATO sei bereit für eine direkte Konfrontation mit Russland. Bauer spricht also offen über die Möglichkeit eines großen Krieges in Europa, genauer gesagt, über den Dritten Weltkrieg.

Außerdem forderte er eine weitere Erhöhung der Waffenproduktion in Europa.

NATO gegen den Rest der Welt
Die russische Nachrichtenagentur TASS berichtet auch noch über den Beginn seiner Rede beim Treffen der NATO-Generalstabschefs in Brüssel:

„Meine Damen und Herren, die NATO ist in eine neue Ära der kollektiven Verteidigung eingetreten, in der sie zum ersten Mal nicht nur die physische Sicherheit von fast einer Milliarde Bürgerinnen und Bürgern ihrer 31 Mitgliedsstaaten schützt, sondern auch die demokratischen Werte, die wir alle so hoch schätzen“, sagte der Vorsitzende des NATO-Militärausschusses und betonte das „höchste Niveau der Zusammenarbeit“ des Bündnisses mit den Streitkräften zahlreicher Staaten, was er als „einzigartig in der Welt“ bezeichnete.

Man muss das genau lesen, denn die NATO bezeichnet sich offiziell als reines Verteidigungsbündnis, ihr Zweck ist also angeblich die Verteidigung ihre Mitglieder. Bauer ist jedoch weiter gegangen, denn er hat ausdrücklich gesagt, dass es nicht nur um die 31 Mitgliedsstaaten der NATO geht, sondern um mehr. Damit hat Bauer – in der Sprache der Diplomaten – eine Drohung gegen die ganze Welt ausgesprochen, denn er hat faktisch angekündigt, dass die NATO die „demokratischen Werte“ weltweit „verteidigen“ will – auch außerhalb der NATO.

Diese Aussage wird man vor allem in China sehr aufmerksam vernommen haben, denn in letzter Zeit werden die Forderungen immer lauter, auch die EU-Staaten müssten die freie Schifffahrt vor Chinas Küsten, konkret in der Straße von Taiwan, mit europäischen Kriegsschiffen verteidigen. Das hat sogar der EU-„Chefdiplomat“ Borrell gerade direkt gefordert.

Auch zum Beispiel in Afrika wird man Bauer aufmerksam zugehört haben, denn sollte die NATO Sorgen um die „demokratischen Werte“ in Afrika bekommen, könnte sie auch auf die Idee kommen, diese dort zu „verteidigen“. Die NATO hat die „demokratischen Werte“ in den letzten 20 Jahren beispielsweise in Libyen, dem Irak und Afghanistan „verteidigt“ und bekanntlich sind das heute alles florierende, wohlhabende und demokratische Staaten.

In den Staaten außerhalb der NATO wird man den Worten von Bauer daher sehr aufmerksam zugehört haben. Ob dem Westen das allerdings Sympathie gebracht hat, ist die Frage.

In meinem neuen Buch „„Putins Plan – Mit Europa und den USA endet die Welt nicht – Wie das westliche System gerade selbst zerstört ““ gehe ich der der Frage, worum es in dem Endkampf der Systeme – den wir gerade erleben – wirklich geht. Wir erleben nichts weniger als den Kampf zweier Systeme, in dem Vladimir Putin der Welt eine Alternative zum neoliberalen Globalismus anbietet. Wurden die Bürger im Westen gefragt, ob sie all das wollen, ob sie zu Gunsten des neoliberalen Globalismus auf ihren Wohlstand und ihre Freiheiten verzichten wollen?

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